Die meisten Unternehmen halten ihre Mobilfunkprogramme für effizient, weil die Rechnungen vorhersehbar sind, Tarife gebündelt werden und nichts kaputt zu sein scheint. Dieses Vertrauen ist unbegründet. Für Daten auf Reisen vergleichen Sie Datenpakete mit der Bezahlung nach Verbrauch anhand der Nutzungszahlen von 2026.
Wenn Sie untersuchen, wie Mobilfunkanschlüsse tatsächlich genutzt werden, statt wie sie bepreist sind, zeigt sich ein klares Muster: Ein großer Teil der Mobilfunkanschlüsse in Unternehmen verhält sich wie Datenverbindungen, nicht wie Telefone.
Diese Anschlüsse nutzen regelmäßig mobile Daten, führen aber kaum oder gar keine Telefonate und versenden fast keine Nachrichten. Dennoch werden sie über Pauschaltarife mit inkludierter Telefonie abgerechnet, die für eine andere Ära der Nutzung konzipiert wurden.
Das Ergebnis sind strukturelle Mehrausgaben, die auf Rechnungen schwer zu erkennen sind und sich bei großen Flotten unbemerkt auf Millionen von Dollar pro Jahr summieren können.
Dieses Whitepaper stützt sich auf reale Nutzungsdaten auf Anschlussebene aus mehreren Ländern und zeigt:
- Wie Telefonie und Messaging zur Nebensache geworden sind
- Warum die aktuellen Preisannahmen nicht mehr dem tatsächlichen Verhalten entsprechen
- Woher die versteckten Kosten stammen und warum sie unsichtbar bleiben
- Wie Unternehmen dieselben Schlussfolgerungen anhand ihrer eigenen Daten überprüfen können
Die Analyse stützt sich weder auf Benchmarks noch auf Umfragen. Sie stützt sich ausschließlich darauf, was die Anschlüsse tatsächlich tun.
Wenn Sie für Technologie oder Ausgaben verantwortlich sind, ist die richtige Reaktion nach der Lektüre dieses Whitepapers einfach: „Wir sollten unsere eigenen Zahlen prüfen.“
TL;DR
- Teil 1: Mobilfunktarife für Unternehmen sind auf ein Nutzungsverhalten ausgelegt, das die meisten Anschlüsse nicht mehr zeigen.
- Teil 2: In einer realen Organisation mit Standorten in mehreren Ländern fielen über 59% der Mobilfunkausgaben weg, sobald die Preise auf der tatsächlichen Datennutzung basierten.
- Teil 3: Ein datenorientiertes, nutzungsbasiertes Modell ermöglicht es Unternehmen, dies zu korrigieren, ohne dass sich an der Arbeitsweise von irgendjemandem etwas ändert.
Teil 1: Was Unternehmen heute tatsächlich haben

1. Wie Mobilfunk für Unternehmen noch immer bepreist wird
Mobilfunkprogramme für Unternehmen werden noch immer auf Grundlage einer Annahme bepreist, die sich seit Jahren kaum verändert hat: dass ein Mobilfunkanschluss in erster Linie ein Telefon ist.
Die Tarife enthalten standardmäßig Telefonie, und Daten kommen obendrauf. Die Kosten sind in der Regel pro Anschluss und Monat fix, und Optimierungsbemühungen konzentrieren sich auf Rabatte, Pooling und Vertragsbedingungen.
Diese Struktur ist nur sinnvoll, wenn Telefonie für die meisten Anschlüsse eine regelmäßige, wesentliche Tätigkeit ist.
Die Daten zeigen, dass diese Annahme nicht mehr zutrifft.
2. Warum Rechnungen auch bei Verschwendung plausibel aussehen
Ein Grund, warum dieses Problem fortbesteht, ist, dass es sich nicht als Störung zeigt.
Die Rechnungen sind stabil. Die Dienste funktionieren. Nichts schießt unerwartet in die Höhe. Aus betrieblicher Sicht scheint alles unter Kontrolle zu sein.
Doch auch wer konstant für etwas zahlt, das er nicht nutzt, sieht stabile Zahlen.
3. Warum die Nutzung auf Anschlussebene wichtiger ist als die Tarife
Die meisten Unternehmen prüfen ihre Mobilfunkprogramme auf Tarif- oder Pool-Ebene. Diese Sicht beantwortet, ob die Organisation die richtigen Tarife hat.
Sie beantwortet jedoch keine grundlegendere Frage:
Was macht jeder einzelne Anschluss tatsächlich?
Wenn man die Nutzung Anschluss für Anschluss untersucht, ergibt sich ein ganz anderes Bild.
4. Wie die Telefonnutzung tatsächlich aussieht
Bei der Betrachtung der Telefonnutzung hilft es, Statistiken in alltägliche Begriffe zu übersetzen.
Über alle Länder hinweg:
Median der Telefonnutzung: 0 Minuten pro Anschluss und Monat
Mehr als die Hälfte aller Anschlüsse hat keinen einzigen Anruf getätigt oder empfangen.
75. Perzentil: etwa 1 bis 2 Minuten pro Monat
Drei von vier Anschlüssen nutzten in einem ganzen Monat höchstens zwei Minuten Telefonie.
95. Perzentil: einstellige Minutenzahl pro Monat
Selbst bei den telefonaktivsten Anschlüssen lag die Nutzung selten über wenigen Minuten.
Anders gesagt:
Von 100 Unternehmensanschlüssen würden 95 in einem ganzen Monat weniger als 10 Minuten Sprachtelefonie nutzen.
Eine solche Nutzung ist beiläufig, nicht funktional.
5. So sieht die Nutzung von Nachrichten aus
Die Nutzung von Nachrichten ist sogar noch stärker konzentriert.
Über alle Länder hinweg:
- Rund zwei Drittel der Anschlüsse verschickten keine einzige Nachricht
- Über 90% verschickten drei Nachrichten oder weniger
Für die meisten Unternehmensanschlüsse sind Nachrichten kein regelmäßig genutzter Dienst.
6. So sieht die Datennutzung im Vergleich aus
Die Datennutzung zeichnet ein ganz anderes Bild.
Bei denselben Anschlüssen gilt:
- Daten werden jeden Monat genutzt
- Die Nutzung wiederholt sich im Zeitverlauf
- Fast jeder Anschluss verbraucht Daten
Im operativen Alltag sind Daten der einzige durchgehend genutzte Dienst.
7. Das grundlegende Missverhältnis
Trotz dieses veränderten Nutzungsverhaltens orientiert sich die Preisgestaltung weiterhin an überholten Annahmen.
Unternehmen zahlen für Dienste, die die meisten Anschlüsse kaum nutzen. Die Verschwendung zeigt sich nicht als Fehler. Sie zeigt sich als stille strukturelle Ineffizienz.
Teil 2: Eine reale Fallstudie

8. Überblick über die Fallstudie
Diese Fallstudie basiert auf realen Nutzungs- und Abrechnungsdaten aus dem Mobilfunk von Unternehmen in mehreren Ländern.
Alle identifizierenden Merkmale wurden entfernt. Dargestellt werden ausschließlich das beobachtete Verhalten und die daraus resultierenden Kostenzusammenhänge.
Scope:
- Tausende aktive Unternehmensanschlüsse
- Mehrere Länder
- 12 Monate Einzelverbindungsnachweise
- Inländische und internationale Datennutzung
Die untersuchte Frage war einfach:
Wie verändern sich die Kosten, wenn Daten nach tatsächlicher Nutzung abgerechnet werden?
9. Einbezogene Länder
- Vereinigte Staaten
- Vereinigtes Königreich
- Germany
- Canada
- Spain
- Singapore
Jedes Land wurde zunächst einzeln analysiert und anschließend zusammengefasst.
10. Sprachnutzung nach Ländern
Über alle Länder hinweg gilt:
- Rund die Hälfte oder mehr der Anschlüsse nutzte überhaupt keine Sprachtelefonie
- Drei Viertel oder mehr telefonierten fünf Minuten oder weniger
In keinem Land entsprach die Sprachnutzung den Annahmen klassischer Tarifmodelle.
11. Inländische und internationale Datennutzung im Vergleich
Diese Analyse betrifft nicht nur die Nutzung auf Reisen. Sie umfasst die gesamte Datennutzung des Unternehmens.
Über alle Länder hinweg:
- Inländische Daten machten den eindeutig größten Teil des Volumens aus
- Internationale Daten machten einen kleineren Teil des Volumens aus, oft nur einen niedrigen einstelligen Prozentsatz
Dennoch verursachte die internationale Nutzung bei klassischer Preisgestaltung einen unverhältnismäßig großen Anteil der Kosten.
12. Warum internationale Nutzung die Kosten verzerrt
Klassische Unternehmenstarife behandeln internationale Nutzung als Risiko, das im Leistungsanspruch enthalten ist.
Dieses Risiko wird in jeden Anschluss eingepreist, unabhängig davon, ob der Anschluss jemals internationale Daten nutzt.
Infolgedessen blähen schon geringe Mengen internationaler Nutzung die Gesamtausgaben für die gesamte Flotte auf.
13. Neueinteilung der Flotte nach Nutzungsverhalten
Auf Basis der beobachteten Nutzung wurden zwei ineinander verschachtelte Gruppen gebildet.
Gruppe A (Teilmenge):
- Keine Sprachtelefonie
- Keine Nachrichten
- Datennutzung vorhanden
Gruppe B (Obermenge):
- Bis zu fünf Minuten Sprachtelefonie
- Bis zu drei Nachrichten
- Datennutzung vorhanden
Gruppe A ist eine echte Teilmenge von Gruppe B.
14. Phase 1: Reine Datenanschlüsse (Gruppe A)
Als die Anschlüsse der Gruppe A mit nutzungsbasierten Datenpreisen abgerechnet wurden:
- Je nach Land entfielen zwischen 75% und 99% der Gesamtkosten
- Insgesamt fielen rund 95% der Kosten für diese Anschlüsse weg
Am Nutzungsverhalten änderte sich nichts. Die Einsparungen ergaben sich allein durch den Wegfall ungenutzter Annahmen.
15. Phase 2: Überwiegend für Daten genutzte Anschlüsse (Gruppe B)
Als die Anschlüsse der Gruppe B mit Daten als wirtschaftlicher Bezugsgröße abgerechnet wurden:
- Je nach Land entfielen zwischen 59% und 99% der Kosten
- Insgesamt sanken die Gesamtkosten für diese Gruppe um rund 94%
Die Einsparungen entstanden, weil die tatsächliche Nutzung abgerechnet wurde statt gebündelter Möglichkeiten.
16. Was die Einsparungen tatsächlich bewirkt hat
Die Einsparungen entstanden nicht dadurch, dass die internationale Nutzung abgeschafft wurde.
Sie entstanden durch:
- Datenabrechnung nach Verbrauch
- Wegfall gebündelter Annahmen
- Wegfall des eingepreisten internationalen Risikos
Sobald die Kosten der Nutzung folgten, verschwanden die überhöhten Ausgaben.
17. Was diese Fallstudie zeigt
- Die meisten Unternehmensanschlüsse werden überwiegend für Daten genutzt
- Die inländische Nutzung bestimmt das Volumen, die internationale Preisgestaltung die Kosten
- Nutzungsbasierte Datenpreise bringen prozentual sehr hohe Einsparungen
- Eine Verhaltensänderung ist nicht erforderlich
Teil 3: Von der Analyse zur Umsetzung

18. Was die Fallstudie deutlich macht
Verschwendung im Unternehmensmobilfunk entsteht nicht durch Fehlnutzung.
Sie entsteht durch Tarifmodelle, die nicht mehr der Realität entsprechen.
Um das zu ändern, muss sich die Preisgestaltung der Konnektivität ändern, nicht die Arbeitsweise der Menschen.
19. Gestaltungsprinzipien zur Lösung des Problems
Jede tragfähige Lösung muss:
- Daten als zentrale wirtschaftliche Einheit behandeln
- Inländische und internationale Nutzung einheitlich nach Verbrauch abrechnen
- Dauerhaft funktionieren, nicht nur in Ausnahmefällen
- Eine schrittweise Einführung ermöglichen
- Nutzung und Kosten direkt nachvollziehbar machen
20. Das Modell von Bcengi WorkPass im Überblick
Bcengi WorkPass basiert auf einem datenzentrierten, nutzungsbasierten Modell.
- Dauerhafte eSIM pro Anschluss
- Daten werden nach tatsächlicher Nutzung gemessen und abgerechnet
- Preise richten sich nach dem Land, in dem die Daten verbraucht werden
- Keine festen Pakete oder im Voraus gekauften Kontingente
Unternehmen zahlen für das, was ihre Anschlüsse tatsächlich nutzen.
21. Wie Bcengi WorkPass zu Phase 1 passt
Phase 1 betraf Anschlüsse, die sich ausschließlich wie Datenverbindungen verhielten.
Mit WorkPass können diese Anschlüsse:
- Auf rein nutzungsbasierte Preise umgestellt werden
- Kosten für ungenutzte Dienste vermeiden
- Betrieblich unverändert bleiben
Es handelt sich um eine Korrektur der Preisgestaltung, nicht um eine Änderung der Arbeitsabläufe.
22. Inländische und internationale Daten in einem Modell
WorkPass berechnet Daten überall auf dieselbe Weise:
- Je nachdem, wo sie verbraucht werden
- Skaliert nach Nutzung
Dadurch muss das internationale Risiko nicht mehr in jeden Anschluss eingepreist werden.
23. Was Unternehmen tatsächlich sehen und steuern können
Mit einem nutzungsbasierten Modell sehen Unternehmen klar:
- Wie viele Daten jeder Anschluss genutzt hat
- Wo diese Daten genutzt wurden
- Welche Kosten mit dieser Nutzung verbunden sind
Auf Ebene der gesamten Flotte können Unternehmen so:
- Zwischen reinen und überwiegenden Datenanschlüssen unterscheiden
- Kostentreiber direkt verfolgen
- Einsparungen anhand bestehender Exporte überprüfen
Es gibt keine gepoolten Kontingente und keine versteckten Verrechnungen.
Die Kosten folgen direkt der Nutzung.
Bonus: Optionale Steuerungsmöglichkeiten für eine strengere Budgetplanung
Für die Fallstudie waren keine Kontrollen oder Limits erforderlich.
Die Einsparungen entstanden durch eine angepasste Preisgestaltung, nicht durch Einschränkungen.
Für Unternehmen, die ihr Budget enger steuern möchten, bietet WorkPass optionale Steuerungsmöglichkeiten wie:
- Nutzungsschwellenwerte
- Länderspezifische Richtlinien
- Transparenz in Echtzeit
Diese Steuerungsmöglichkeiten sind optional, nicht verpflichtend.
24. Warum sich das von klassischer Optimierung unterscheidet
Klassische Optimierung arbeitet innerhalb überholter Tarifmodelle.
WorkPass verändert das Modell selbst, indem die Kosten proportional zum Nutzungsverhalten werden.
Deshalb sind die beobachteten Einsparungen struktureller und nicht nur schrittweiser Natur.
25. Abschließende Beobachtung
Die meisten Mobilfunkanschlüsse in Unternehmen verhalten sich nicht mehr wie Telefone.
Die Unternehmenstarife gehen jedoch weiterhin davon aus.
Wenn die Preisgestaltung die Realität abbildet, verschwindet die Verschwendung.
